Google Chrome und der Datenschutz
Nachdem es ja schon den ein oder anderen Bericht bei Basicthinking oder Helmschrott gab, hier nun ein paar Infos zu den Daten welche Chrome an Google übermittelt.
Die Informationen kommen aus dem Blog von Matt Cuts.
- Informationen über aufgerufene Seiten oder angeklickte Links werden nicht an Google übermittelt
- Suchanfragen werden an die jeweilige Suchmaschine gesendet. Welche dies sein soll, kann in Chrome angepasst werden. Rechtsklick auf die Adressleiste
- Standardmässig werden keine Crash Reports oder Daten über die Nutzung des Browsers, nicht der Seiten, an Google gesendet. Dies kann in den Optionen aktiviert werden.
- Standardfehlerseiten wie 404 werden verändert, wenn die 404 Seite kleiner als 512 Byte ist. In diesem Fall versucht Google sinnvollere Informationen einzublenden. Dies kann deaktiviert werden
- Chrome prüft alle 25 Stunden ob ein Update vorliegt
- Google prüft anhand einer Liste mit Hash Werten ob eine Seite gefährlich ist. Dazu werden Daten von Google runtergeladen und mittels Hash Werten gegengecheckt. Darüber soll keine Auswertung auf Seiten von Google möglich sein. Das Verfahren ist das selbe, welches auch Firefox einsetzt
- Wenn die Sprache des Browser angepasst wird, lädt Chrome eine Sprachdatei herunter. Auch diese Daten werden nicht ausgewertet
Klingt im grossen und ganzen ganz OK. Mal schauen wann die ersten anfangen den Quellcode des Browser zu prüfen, um nachzusehen ob diese Aussagen auch wirklich stimmen.
Update: Google hat ein Video zu den Datenschutzrichtlinien von Chrome veröffentlicht
Ähnliche Beiträge:
- Google Chrome aka GBrowser
- Google Chrome Erfahrungsbericht
- Chrome und der Datenschutz II – Anleitung
Übersetzungen:
Kommentare
http://www.septemberrave.com/601
hab gerade das hier gelesen. hast du dazu auch schon was entdecken können? (dass google praktisch meine texte “gehören”, wenn ich sie zum beispiel “in” chrome blogge…)
:) ich bin ja faul und freue mich, dass du (und andere) das alles so ausgiebig testest… :)
Caits letzter Blog Post..Geld stinkt doch..
Ja ich hab das auch gelesen, allerdings werden laut Datenschutzerklärung die Daten gar nicht an Google übertragen. Und ausserdem glaube ich mit meinem juristischen Laienverstand auch nicht, dass dies in Deutschland durchsetzbar wäre. Ich denke das wird ein ähnliches Spiel sein wie damals beim AIM, und Google wird das sehr schnell abändern und zurückrudern.
Haben sie de facto gestern schon, die strittigen Bestimmungen werden retroaktiv zurückgezogen.
Lasses letzter Blog Post..Google Chrome
na also, sag ich doch. Zwar ne peinliche Aktion für Google, aber vorhersehbar. Da war mal wieder jemand übereifrig ;-)
ich(chrome) speichere 2% eurer eingaben, die ihr in die omnibox tätigt, auf unsere Server.ihr brauch diese eingaben gar nicht mit enter bestätigen, einfach eintippen reicht schon.
aber macht euch keine sorgen, alles in ordnung.
Ihr könnt sagen was Ihr wollt. Für mich ist Chrome ein weiteres Mosaiksteinchen zum gläsernen User. Immer mehr Dienste verhelfen Google zu immer mehr Daten. Das Bild wird klarer… G liefert die Daten übrigens nicht nur an interne Anbieter weiter sondern, nach Bedürfnis, auch an externe. Ausserdem hat die amerikanische Regierung gem. Gesetz Zugriff auf die Daten, dazu brauchen die Behörden sich nicht mal anstrengen.
Google? Nein Danke!
In der WAZ ist ein gutes Interview zum Thema mit dem Chef von Google Deutschland:
http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/2008/9/18/news-77370656/detail.html

Ich lese in den Privacys aber ganz anderen Tenor. Zum Beispiel, daß das Heimtelefonieren wahlweise abgeschaltet und nicht angeschaltet werden kann. Das heißt für mich: Default=on
Ich bleibe sehr skeptisch. Homebanking mach ich mit Chrome jedenfalls nicht.
Brenrhads letzter Blog Post..Würdet Ihr Euer Online-Banking mit dem Google-Browser machen?